Eine Gruppe historischer Grabsteine auf dem Alten Jüdischen Friedhof in Mainz

Judensand - Alter Jüdischer Friedhof Mainz

Alter Jüdischer Friedhof Mainz am Judensand

Der Alte Jüdische Friedhof Mainz am Judensand ist Teil des seriellen UNESCO Welterbes der SchUM-Stätten in Speyer, Worms und Mainz. Als Haus des Lebens im jüdischen Glauben bezeichnet, ist er seit fast 1000 Jahren ein besonderer, ein heiliger Ort. Mehr als 1700 Grabsteine erzählen von Blüte, Alltag und Tod der Menschen, die in der Muttergemeinde von SchUM “Magenza” einst lebten. Seit 2021 sind die jüdischen Stätten in den drei Rheinmetropolen Welterbe der Menschheit. Der Mainzer Judensand ist der älteste erhaltene jüdische Friedhof Europas.

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Öffnungszeiten Friedhof

Zugang Mombacher Straße 63

Mittwoch-Freitag, Sonntag
April-September: 10-17 Uhr
Oktober-März: 10-16 Uhr

Am 24.-26.12., 1.1. sowie an jüdischen Feiertagen geschlossen (13.9., 20.9., 27.9., 4.10. – am 11.9. und 25.9. nur bis 14 Uhr)

Eintritt

Der Eintritt in das Besuchszentrum Sali-Levi-Haus und für das Friedhofsgelände ist frei. 

Informationen zu Eintrittspreisen oder Teilnahmegebühren für Veranstaltungen oder Führungen finden Sie im Veranstaltungskalender bei der jeweiligen Veranstaltung.

Öffnungszeiten Besuchszentrum

Eingang Paul-Denis-Straße

Dienstag-Sonntag
April-September: 10-17 Uhr
Oktober-März: 10-16 Uhr

Am 24.-26.12., 1.1. geschlossen 

Adresse

Alter Jüdischer Friedhof am Judensand
Mombacher Straße 63
55122 Mainz

Besuchszentrum Sali-Levi-Haus
(Eingang Paul-Denis-Straße)
Dr.-Siegmund-Salfeld-Platz 1
55122 Mainz

Aktuelle Veranstaltungen

11.10.2026
14:30 Uhr - 16:00 Uhr

Alter Jüdischer Friedhof

Führung: Alter Jüdischer Friedhof – BEIT CHAIM – Haus des Lebens

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21.10.2026
18:00 Uhr

Besuchszentrum Sali-Levi-Haus

Vortrag: "Leben in der Mainzer Judengasse im 17. und 18. Jahrhundert"

1662 mussten alle Mainzer Juden aufgrund einer kurfürstlichen Verordnung in ein geschlossenes Wohnviertel umziehen. Prof. Dr. Wolfgang Dobras schildert, wie sie dort lebten und wie sich die Kontakte zu ihrer christlichen Umwelt gestalteten. Anhand neu ausgewerteter Quellen entsteht ein plast...

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18.11.2026
18:00 Uhr

Besuchszentrum Sali-Levi-Haus

"Die Steine reden" – Vortrag zum 100. Bestehen des Mainzer Denkmalfriedhofs

1926 wurden auf dem alten jüdischen Friedhof mittelalterliche Grabsteine wiederaufgerichtet. Damit erschufen die Rabbiner Salfeld und Levi einen einzigartigen Erinnerungsort für die Mainzer SchUM-Tradition. Anhand der erhaltenen Quellen beleuchtet Prof. Dr. Wolfgang Dobras die Erstehung...

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SchUM am Rhein – Jüdisches Erbe für die Welt

Die drei jüdischen Gemeinden in Speyer, Worms und Mainz bildeten im 11. Jahrhundert einen einzigartigen Gemeindeverbund, der die jüdische Welt bis heute prägt. Der Begriff SchUM ist ein Akronym aus den Anfangsbuchstaben der drei mittelalterlichen hebräischen Städtenamen. In den drei Gemeinden am Rhein fanden Menschen jüdischen Glaubens für mehrere hundert Jahre eine Heimat in der Diaspora. In diesem Zusammenhang sprach man auch vom „Jerusalem am Rhein“. SchUM war die Wiege des aschkenasischen Judentums. In den Gemeinden wurde Synagogenarchitektur und die de Ritualbäder neu gedacht. Es entwickelte sich eine neue Begräbniskultur und man pflegte an den Talmudschulen eine bis heute prägende Gelehrsamkeit.

Nun hat der alte ‚Judensand‘ seine alten Steine wieder, diese ältesten Dokumente unserer Mainzer jüdischen Geschichte.

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